Jahresausflug des Arbeitskreises Senior:innen Auf den Spuren unserer Geschichte

Am 14. Juli 2025 begaben sich unsere Kolleginnen und Kollegen des IGM-Arbeitskreises Senior:innen erneut auf Spurensuche. Im Vorjahr stand der Besuch der Gedenkstätte des Hambacher Festes von 1832 an. Dieses Mal führte der Weg mit dem Bus nach Rastatt zur Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegung.

Ausflug AK Senioren

10. August 2026 10. August 2026


IGM-Seniorinnen und Senioren erneut auf Spurensuche

Welche Bedeutung hatte die Revolution von 1848/49?

Am 14. Juli 2025 begaben sich unsere Kolleginnen und Kollegen des IGM-Arbeitskreises Senior:innen erneut auf Spurensuche. Im Vorjahr stand der Besuch der Gedenkstätte des Hambacher Festes von 1832 an. Dieses Mal führte der Weg mit dem Bus nach Rastatt zur „Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte“.

Dort konnten die Teilnehmenden bei einer Führung viel Wissenswertes zur Vorgeschichte, dem Aufschwung und der schließlich blutigen Unterdrückung der revolutionären Bewegung von 1848/49 erfahren.

Der Südwesten war ein zentraler Schauplatz der damaligen Ereignisse, die faktisch Ergebnis einer europäischen Demokratiebewegung von unten waren. Rastatt spielte vor allem in der Endphase der Revolution eine besondere Rolle. Dort begann am 9. Mai 1849 ein Aufstand badischer Soldaten, die sich zur Verfassung der Frankfurter Nationalversammlung bekannten und die darin verankerten Grundrechte verteidigten.

Während der Belagerung durch preußische Truppen im Sommer 1849 war Rastatt Hauptquartier der Freiheitskämpfer und ihre letzte Bastion. Nach der Kapitulation am 23. Juli fielen die meisten Aufständischen der Repression der reaktionären Sieger zum Opfer. Einige wenige konnten ins benachbarte Ausland fliehen.

Die Gründung der „Erinnerungsstätte“ 1974 ist dem damaligen Bundespräsidenten Gustav W. Heinemann zu verdanken. Er wollte einen Ort für die Auseinandersetzung mit den Freiheitsbewegungen und den demokratischen Traditionen der deutschen Geschichte schaffen. Allerdings ist die so bedeutende Novemberrevolution von 1918 in der aktuellen Ausstellung weitestgehend ausgeblendet.

Vor dem Hintergrund der auch hierzulande beschleunigten Aushebelung von Grund- und Menschenrechten sind wir als Gewerkschafter:innen umso mehr gefordert, im Gedenken an unsere Vorfahren von 1848/49 (und 1918!) entschlossen unsere Rechte zu verteidigen.