Mit frischer Energie, viel Neugier und einer ordentlichen Portion Tatendrang kamen heute rund 50 neu- und wiedergewählte Betriebsrätinnen und Betriebsräte zusammen, um sich auf der Fachkonferenz für ihre verantwortungsvolle Aufgabe zu rüsten. Die Veranstaltung bot nicht nur geballtes Grundlagenwissen, sondern vor allem Raum für Austausch, Vernetzung und das persönliche Kennenlernen wichtiger Bündnispartner.
Gemeinsam stark: Netzwerke knüpfen und Synergien nutzen
Ein zentraler Fokus der Konferenz lag auf dem Aufbau und der Vertiefung von Kontakten. Mit dabei waren starke Partner aus unterschiedlichen Bereichen: die TBS Rheinland-Pfalz, das IMU Institut, der Rechtsanwalt Belamir Evissen von der Rechtsanwaltskanzlei Stahter und Kollegen, Mypegasus, Jobpool sowie die Academy of Labour. Sie alle stellten ihre Angebote vor und standen den Teilnehmenden für Fragen und Gespräche zur Verfügung.
Gerade für neu gewählte Betriebsräte ist dieses Netzwerk ein unschätzbarer Vorteil. „Man merkt sofort, dass man nicht allein ist“, betonte Janna Köke in ihrem Beitrag. „wir haben viele Bündnispartner, mit denen wir sehr gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit gemacht haben.“
Auch für erfahrene Betriebsratsmitglieder bot die Konferenz wertvolle Impulse. Viele nutzten die Gelegenheit, bestehende Kontakte zu vertiefen oder neue Perspektiven kennenzulernen.
Solide Basis: Grundlagen der Betriebsratsarbeit
Inhaltlich drehte sich der Vormittag um die wesentlichen Grundlagen der Betriebsratsarbeit. Themen wie Rechte und Pflichten, Mitbestimmung sowie die praktische Umsetzung im betrieblichen Alltag standen im Mittelpunkt. Anschaulich und praxisnah wurden rechtliche Rahmenbedingungen erläutert und immer wieder mit konkreten Beispielen aus der betrieblichen Realität verknüpft.
Thomas Hahl, der Geschäftsführer der IG Metall Mannheim brachte es in seinem Beitrag auf den Punkt:
„Ein guter Betriebsrat kennt nicht nur seine Rechte, sondern weiß auch, wie er sie strategisch nutzt. Es geht darum, die Interessen der Beschäftigten wirksam zu vertreten.“
Die Teilnehmenden zeigten sich besonders interessiert an Fragen rund um Mitbestimmung: Wann greift sie? Wie kann sie aktiv eingefordert werden? Und wie gelingt es, Konflikte im Sinne der Belegschaft zu lösen? Die Experten lieferten praxisnahe Antworten und ermutigten dazu, Mitbestimmung als aktives Gestaltungsinstrument zu begreifen.
Lernen im Austausch: Arbeitsgruppen mit hoher Beteiligung
Am Nachmittag wurde es interaktiv: In Arbeitsgruppen tauschten sich die Teilnehmenden intensiv über ihre Erfahrungen aus. Hier zeigte sich die ganze Stärke der Veranstaltung – denn neben dem Fachwissen ist es vor allem der Blick über den eigenen Tellerrand, der neue Ideen entstehen lässt.
Daniel Warkocz, der 2. Bevollmächtigte der IG Metqall Mannheim hob die Bedeutung dieses Austauschs hervor:
„Unsere Betrieb sind vielfältig. Unsere Themen sin vielfältig. Unsere Betriebsrätinnen und Betriebsräte sind vielfältig. Und das ist unsere Stärke. Diese Stärke müssen wir nutzen!“
Viele Teilnehmende nahmen konkrete Anregungen mit – sei es für die Gestaltung von Betriebsvereinbarungen, die Kommunikation in der Belegschaft oder den Dialog mit der Kolleginnen und Kollegen.
Positive Bilanz und motivierter Ausblick
Die Resonanz auf die Fachkonferenz war durchweg positiv. Viele Teilnehmende äußerten sich begeistert über die Mischung aus Information, Austausch und persönlichem Kontakt.
„Jetzt weiß ich, dass ich nichts weiß!“ lacht ein Teilnehmer. „Deswegen freue ich mich schon auf die Grundlagenseminare bei der BiKO!“
„Diese Veranstaltung gibt uns Rückenwind“, fasst Thomas Hahl zusammen, „denn wir als IG Metall Mannheim freuen uns auf die Zusammenarbeit mit engagierten Betriebsrätinnen und Betriebräten!“
Fazit
Die heutige Fachkonferenz hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig Vernetzung, Wissenstransfer und gegenseitige Unterstützung für eine erfolgreiche Betriebsratsarbeit sind. Mit 50 engagierten Teilnehmenden, starken Bündnispartnern und einer offenen Atmosphäre war sie ein voller Erfolg.
Die neu und wiedergewählten Betriebsräte gehen nun nicht nur mit fundiertem Wissen, sondern auch mit neuen Kontakten und frischen Ideen in ihre Amtszeit – bestens vorbereitet, um die Interessen der Beschäftigten aktiv und kompetent zu vertreten.