Tarifbewegung Metall- und Elektroindustrie Beschäftigte von Südkabel legen die Arbeit nieder

Am heutigen Freitag legten die Beschäftigten von Südkabel die Arbeit nieder. Hohe Beteiligung bei der Kundgebung in der Rhenaniastraße.

Trillerpfeifen

6. November 2026 6. November 2026


Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen der Firma Südkabel legten die Arbeit nieder und machten deutlich: Sie sind bereit für eine faire Entgelterhöhung Druck auf die Arbeitgeber auszuüben.

Bei der Streikkundgebung sprach Janna Köke, die Kassiererin der IG Metall Mannheim zu den Beschäftigten. Sie würdigte die hohe Beteiligung und den Zusammenhalt der Belegschaft:

„Die Kolleginnen und Kollegen von Südkabel zeigen heute eindrucksvoll, dass sie bereit sind, für ihre berechtigten Forderungen einzustehen. Gute Arbeit verdient gute Bezahlung. Die Arbeitgeber dürfen die Geduld der Beschäftigten nicht weiter strapazieren. Wer die Leistung der Menschen jeden Tag einfordert, muss ihnen auch den nötigen Respekt in Form eines vernünftigen Tarifabschlusses entgegenbringen.“

Auch der Betriebsratsvorsitzende Wolfram Riegler richtete sich an die versammelte Belegschaft. Er hob insbesondere die Entschlossenheit der Beschäftigten hervor:

„Unsere Kolleginnen und Kollegen haben in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass sie zusammenstehen, wenn es darauf ankommt. Diese Streikerfahrung und dieser Zusammenhalt machen uns stark. Heute senden wir ein klares Signal an die Arbeitgeber: Wir erwarten ein faires Angebot! Denn die Taschen der Arbeitgeber sind voll. Uns als Arbeiterinnen, Arbeiter und Angestellten setzen die steigenden Kosten des täglichen Lebens massiv zu!“

Die Kolleginnen und Kollegen haben im Jahr 2022 bereits Kampfkraft bewiesen. Nachdem der Arbeitgeber im Jahr 2020 aus dem Arbeitgeberverband ausgetreten ist, sind die Beschäftigten in einen 2-tägigen Streik eingetreten und konnten die Tarifflucht verhindern.

Die IG Metall Mannheim hat in dieser Woche deutlich gemacht, dass sie in der Lage ist, den Druck deutlich zu erhöhen, wenn es bei der nächsten Verhandlung kein angemessenes Angebot der Arbeitgeberseite gibt.