Mit einem eindrucksvollen Warnstreik haben heute mehr als 1.600 Beschäftigte aus den Mannheimer Metall- und Elektrobetrieben ihren Forderungen in der laufenden Tarifbewegung Nachdruck verliehen. Beschäftigte von John Deere, Caterpillar, Thyssen Krupp, Bilfinger, Leica, Rhenus und Siemens beteiligten sich an der Arbeitsniederlegung und versammelten sich zu einer gemeinsamen Kundgebung vor der Technischen Hochschule Mannheim.
Die hohe Beteiligung macht deutlich: Die Beschäftigten sind entschlossen, für eine faire Entgelterhöhung zu kämpfen und den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen.
Daniel Warkocz, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Mannheim, zeigte sich beeindruckt von der Mobilisierung:
„Ich bin überwältigt von der Vielzahl der Streikenden. Über 1.600 Kolleginnen und Kollegen haben heute ein starkes Zeichen gesetzt. Das ist ein klares Signal an den Arbeitgeberverband: Die Beschäftigten stehen geschlossen hinter ihren Forderungen und erwarten Bewegung am Verhandlungstisch. Wer täglich den Erfolg der Unternehmen erwirtschaftet, hat Respekt und eine faire Beteiligung verdient.“
Besonders kämpferisch äußerte sich Stefan Schneider, Betriebsratsvorsitzender von Caterpillar:
„Die Tarifbewegung ist auch ein Kampf um die Sicherheit unserer Geldbeutel. Das Angebot der Arbeitgeber ist ein Witz. Das können wir uns als Arbeiterinnen, Arbeiter und Angestellte nicht leisten. Alles wird teurer: Lebensmittel, Energie und die täglichen Ausgaben steigen ständig. Diejenigen, die dieses Angebot gemacht haben, haben noch nie in ihrem Leben hart gearbeitet, an Samstagen, an Feiertagen oder im Schichtbetrieb unter körperlichen und psychischen Belastungen.“
Auch Shukri Zekiri, Betriebsratsvorsitzender von John Deere, begrüßte die Warnstreikenden und richtete deutliche Worte an die Arbeitgeber:
„Wenn sich die Arbeitgeber nicht bewegen, sind wir zu mehr bereit. Die Kolleginnen und Kollegen haben heute gezeigt, dass sie hinter ihren Forderungen stehen und bereit sind, weiter für ein gutes Tarifergebnis zu kämpfen.“
Ein starkes Signal kam auch von den jungen Beschäftigten. Marc Dufek, Vorsitzender der Jugend- und Auszubildendenvertretung sowie Vertrauenskörperleiter, zeigte sich erfreut über die hohe Beteiligung der Auszubildenden:
„Ich bin stolz darauf, dass heute so viele Auszubildende dabei sind. Das ist ein klares Zeichen, dass bei dieser Tarifrunde auch etwas für junge Menschen herausspringen muss. Eine anständige Ausbildungsvergütung, die zum Leben reicht, gute Ausbildungsbedingungen und eine starke Perspektive nach der Ausbildung sind für die Zukunft unserer Betriebe unverzichtbar.“
Die IG Metall Mannheim wertet die hohe Beteiligung als Ausdruck der großen Entschlossenheit in den Betrieben der Region. Die Beschäftigten erwarten nun, dass die Arbeitgeber in den kommenden Verhandlungen ein deutlich verbessertes Angebot vorlegen.
„Heute haben die Beschäftigten gezeigt, was Solidarität bedeutet. Die starke Beteiligung aus den unterschiedlichsten Betrieben der Region macht deutlich: Die Geduld der Menschen hat Grenzen. Jetzt sind die Arbeitgeber am Zug“, so Daniel Warkocz abschließend.