Delegiertenversammlung Stark. Solidarisch. Entschlossen.

Stark. Solidarisch. Entschlossen. Delegiertenversammlung der IG Metall Mannheim sendet kraftvolles Signal in ein herausforderndes Jahr 2026.

Im Zuge der Corona-Pandemie greifen die Arbeitgeber tarifliche Errungenschaften an. Unsere Antwort: Solidarität und Widerstand. Keine Krisen-Bewältigung auf Kosten der Beschäftigten!


Thomas Hahl eröffnet die heutige Delegiertenversammlung. Als Gast begrüßt er neben den Delegierten auch Tomasz Gorski aus der Bezirksleitung Baden-Württemberg. 

Die rund 100 Delegierten blickten nicht nur auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück – sie machten zugleich deutlich, wofür die IG Metall in Mannheim auch 2026 steht: Solidarität, Mitbestimmung und eine gerechte Zukunft für die Beschäftigten.

Mitgliederentwicklung und Finanzbericht

 „Wir sind so stark wie die Menschen, die uns vertrauen“, sagt Janna Köke, Kassiererin der IG Metall Mannheim. Mit diesen Worten leitet sie den Mitglieder- und Finanzbericht ein. 

Besonders bei jungen Menschen, Azubis, Dual Studierenden und Werkstudierenden konnte die IG Metall Mannheim neue Mitglieder gewinnen. Auf der Verlustseite ist anzumerken, dass vermehrt ältere Menschen austreten, weil sie aufgrund steigender Kosten nach dem aktiven Arbeitsleben auf eine Mitgliedschaft verzichten.

Der vorgestellte Jahresabschluss 2025 zeigte: Die Geschäftsstelle steht finanziell solide da. Die Finanzlage der IG Metall Mannheim zeigt sich demnach solide und verlässlich.

Tarifbewegung Metall- und Elektroindustrie 2026: Entschlossen in die Auseinandersetzung

Thomas stellt den Ablauf der diesjährigen Tarifbewegung M+E vor. Daniel und Marius beschreiben, wie die Planungen sind, um mit den Mitgliedern zu sprechen und die Meinungen vor Ort einzufangen. „Mit unseren Tarifpolitischen Konferenzen, die wir im Zusammenhang mit der Tarifbewegung anbieten, wollen wir im direkten Austausch mit unseren Mitgliedern sein – denn unsere Mitglieder sind unsere Stärke in der Tarifbewegung!“ sagt Daniel Warkocz, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Mannheim.

Die Delegierten diskutierten engagiert über die Tarifbewegung 2026. In vielen Betrieben ist der Unmut über steigende Belastungen und große Unsicherheiten bereits deutlich spürbar. Auch eine Mitgliederbonus, über den die Tarifpolitische Konferenz bereits im Januar befunden hat, stößt in der Delegiertenversammlung auf ein positives Feedback.

„Die Beschäftigten verlangen Respekt – und der zeigt sich nicht in warmen Worten, sondern in guten Löhnen und verlässlicher Arbeitszeit. Diese Tarifbewegung wird kein Selbstläufer, aber wir sind bereit.“ sagt Thomas Hahl

Betriebsratswahlen 2026: „Demokratie beginnt im Betrieb“

Viele Betrieben laufen die Betriebsratswahlen oder sind bereits abgeschlossen. Thomas Hahl berichtet über die Vorkommnisse beim Benz. Dort wurde bereits Ende 2025 eine Listenwahl entschieden. Diese Entscheidung verlief basisdemokratisch und wurde von der Vertrauensleutevollversammlung und dem Ortsvorstand der IG Metall Mannheim abgesegnet. Nun hat die Team IG Metall Liste zwar die deutliche Mehrheit, die Kandidat*innen der gegnerischen Listen verlassen nun jedoch die IG Metall.

Im Laufe dieser Woche findet auch die BR-Wahl bei John Deere statt. Auch dort kam es zu einer Listenwahl, dessen Ausgang nun mit Spannung erwartet wird.

Daniel stellt unsere für Mai geplante Fachtagung für neu- und wiedergewählte Betriebsräte vor und wirbt um rege Teilnahme aus den Betrieben.

Betriebliches

Im Anschluss berichten die Gewerkschaftssekretäre über die Themen in den Mannheimer Betrieben. Im Mittelpunkt der Berichte stehen Bopp und Reuther, Pepperl+Fuchs, VAG, Lidy, Rhenus, Felina und Alstom.

„Natürlich gibt es Konflikte. Aber genau dafür gibt es uns – wir stehen an der Seite der Kolleginnen und Kollegen. Wo wir zusammenhalten, kann uns auch kein Sturm umwerfen.“ sagt Janna Köke.

Gesellschaftspolitik

Janna berichtet über den diesjährigen Internationalen Frauentag. Das Thema Gleichberechtigung muss in Vielerlei in Angriff genommen werden: Vereinbarkeit Familie und Beruf („Lifestyle-Freizeit“) und ungerechte Bezahlung. 

Die Angriffe auf den Sozialstaat nehmen zu. Die Diskussionen um Renteneintrittsalter, Arbeitszeit oder den Krankenstand greifen den Sozialstaat an und gehen an die Errungenschaften der Arbeitnehmer. Deswegen müssen wir unseren Feiertag verteidigen und müssen aufpassen, dass der 1. Mai nicht von anderen Kräften besetzt wird. In diesem Jahr steht der 1. Mai unter dem Motto „Fair Wandel gestalten“. Anders als in den vergangenen Jahren wird die Festlichkeit zum Tag der Arbeit auf dem Alten Messplatz ausgetragen. Voraus geht ein Demozug durch die Neckarstadt. Thomas Hahl ruft zur Beteiligung auf: „Wer am 1. Mai auf die Straße geht, zeigt Flagge – für Gerechtigkeit, Respekt und eine Zukunft, die niemanden zurücklässt.“

Es folgt eine große Diskussionsrunde zum Bericht.

Die Delegiertenversammlung der IG Metall Mannheim hat deutlich gemacht: Die Geschäftsstelle ist gefestigt und bereit für ein anspruchsvolles Jahr 2026. Thomas Hahl fasste den Spirit des Tages zusammen: „Wir gehen geschlossen in dieses Jahr – kämpferisch, solidarisch und mit dem festen Willen, die Zukunft der Arbeit in Mannheim mitzugestalten.“